Stützende Community
Wir fördern Wissensvermittlung, stärken Gemeinschaft und unterstützen den Dialog zwischen Expert*innen und Betroffenen.
Studien haben nachgewiesen, dass Krebspatient*innen, die sich regelmäßig in Betroffenengruppen auch ohne therapeutische Begleitung eingefunden haben, eine signifikant höhere Lebenserwartung hatten als ähnliche Patient*innen ohne die Teilnahme an Betroffenengruppen.
Wir sind überzeugt: Gemeinschaft stützt und wirkt. Das möchten wir fördern und den Zugang dazu ermöglichen.
Folgendes Projekt unterstützen wir aktuell in diesem Bereich:
aMStart - Peer-to-Peer-Projekt
Als Jasmin Mir mit Anfang 20 die Diagnose Multiple Sklerose erhielt, hätte sie sich jemanden gewünscht, der ihre Perspektive teilt, ihre Sorgen selbst erlebt hat und aus eigener Erfahrung weiß, was im Umgang mit der Erkrankung hilft. Daraufhin gründete sie ein gemeinnütziges Unternehmen und entwickelte eine innovative Lösung, mit der betroffene junge Erwachsene in den 1:1 Austausch mit erfahrenen, psychologisch geschulten Peers kommen können: amstart.net. Das Modell hat sich bewährt - digital, persönlich und 1:1.
Dieses Modell wird nun dort eingesetzt, wo der Bedarf besonders groß ist: ME/CFS betrifft allein in Deutschland schätzungsweise 650.000 Menschen und gehört gleichzeitig zu den am stärksten unterversorgten Erkrankungen überhaupt: Kaum spezialisierte Anlaufstellen, lange Diagnosewege, wenig evidenzbasierte Behandlungsangebote. Viele Betroffene finden Halt in selbstorganisierten Communities und Gruppen. Strukturierte Unterstützung auf Augenhöhe fehlt bislang noch.
Genau diese Lücke schließen wir jetzt:
Gemeinsam mit Fatigatio e.V., dem größten Verband von
ME/CFS-Betroffenen, überträgt aMStart sein erprobtes
Peer-to-Peer-Modell auf die spezifischen Bedürfnisse junger
Erwachsener mit ME/CFS - ermöglicht durch die Förderung des
Holistic Health Institute. Das Ergebnis ist ein Versorgungsangebot
mit hohem Wirkpotenzial: niedrigschwellig, skalierbar und dort
wirksam, wo das Versorgungssystem noch nicht ankommt.


